Unser Wollwindelstoff

 

Warum wir Wolle lieben & verarbeiten?

 

"Angefangen Stoffwindeln zu nähen habe ich Mitte 2009. Mein zweiter Sohn kam mit einem Gendefekt und Unverträglichkeiten auf die Welt. Mit Wegwerfwindeln hatten wir viele Probleme und in Kombination mit viel liegen & Medikamenten war mein Kind dauerwund. Durch eine liebe Kinderkrankenschwester versuchten wir es mit Stoffwindeln und da ich viel für ihn nähen musste, entstand die erste Stoffwindelüberhose. Kind 2 und 3 habe ich mit meiner PUL - ÜH gewickelt, Kind 4 kam im Februar 2014 zur Welt und reagierte stark auf das Material. Mit ihr begann ich mit Wolle zu wickeln (Höschenwindel und Überhose) und durch die Wollliebe entstand mit Michaela von Wollhelden unser "Wollbaby", die MalejaBio Stoffwindel aus Wolle."


Tolle Wolle

Wolle ist:

  • atmungsaktiv: die Haut kann atmen, ihre Temperatur ausgleichen und "Stauhitze" wird vermieden.
  • feuchtigkeitsabweisend. Bitte bei Bedarf pflegen / fetten mit Lanolin.
  • geruchsneutral: fängt sie an zu "müffeln" z.B. Uringeruch, benötigt sie eine Wollwäsche und ein Lanolinbad.
  • nachhaltig, langlebig, ressourcenschonend und biologisch abbaubar.
  • leicht und passt sich dem Körper / Träger an.

Woher, wie, weshalb und was?

Vor der Verarbeitung

Nahezu alle deutschen - sowie einige europäische - Wollwindel- bzw. Stoffwindelhersteller mit heller Innenwolle verarbeiten die gleiche ökologische Wolle aus GOTS zertifiziertem Garn. Es wird in Deutschland aus dem Rohstoff gesponnen und erhält hier die Zertifikation. Die Weiterverarbeitung, das Verstricken, ist in der Tschechei in einem Familienbetrieb. Dort wird die Meterware zertifiziert als "für Kinder unter drei Jahren geeignet" und vom Hersteller in den Handel gebracht.

Somit sind "wir innen alle gleich". Inwieweit die ökologische Wollmeterware vor- bzw. eingewaschen wird, kannst du bei deinem Stoffwindelhersteller erfragen.

MalejaBio kontrolliert den Wollstoff nach Erhalt auf Fehler, markiert Stellen mit kleinen Löchern / Verfärbungen und schneidet in 5 Meter - Schritten zu. Die Wollstücke werden in einer sozialen Wäscherei gewaschen, an der Luft getrocknet und auf Stoffbretter gewickelt. Mit Lavendelsäckchen werden die Ballen in Folie (welche wir seit 2,5 Jahren im Kreislauf wieder verwenden) eingeschlagen und gelagert.

 

Bei der Verarbeitung

Um möglichst nachhaltig, ökologisch und ressourcenschonend zu arbeiten, "Puzzeln" wir die Schnittteile beim Zuschnitt auf eine Fläche von circa 1,5m x 1m (Wolle liegt doppelt) ohne Flügelstücke. Wir schneiden verschiedene Größen gleichzeitig zu, um die Wollfläche optimal zu nutzen. Aus den Reststücken entstehen die Seitenflügel sowie die zweite Lage im Hauptnässebereich.

Und was passiert mit dem Rest? Kleine Reste spenden wir an "Frühchennäherinnen", noch kleinere Stücke gehen an einen Kindergarten zum "Erfahren / Erkunden / Verbasteln" und ganz kleine Fitzelchen werden "Bauchfutter". Mit diesen Stückchen füllen wir leere Kuscheltierbäuche, Puppenkissen oder Filzobst, wenn sie sehr bekuschelt wurden und ganz platt / leer sind.

Im Müll findest du keine tolle Wolle.

 


Ausschließlich GOTS! Aber wir schreiben "ökologisch", warum?

 

"Ganz einfach: MalejaBio ist ein junges, kleines Start-up, ein "1-Mama-Geschäft" und die Zertifizierung / der gesamte Ablauf bis zum geprüften Unternehmen ist für mich nicht umsetzbar. Das hat u.a. räumliche und finanzielle Gründe. Dennoch ist es mir wichtig ausschließlich und ohne Kompromisse z.B. GOTS zertifizierte Wolle bzw. aus kontrolliert biologischer Tierhaltung zu verarbeiten. Da ich den Begriff GOTS nicht in Bezug auf mich bzw. meine Produkte verwenden darf, steht in den Produktbeschreibungen / auf den neuen Labeln ect. "100% ökologische Wolle".

 

Daniela Winzer, Inhaberin von MalejaBio


Warum ökologische Wolle?

 

Ganz kurz: aus Liebe zum Tier, zum Mensch und zur Natur.

Natürlich gibt es auch eine längere Erklärung und diese wird gerade so überarbeitet, dass wir sie auch unseren Kindern vorlesen würden. Bitte etwas Geduld, danke.